Inklusiver Stadtrundgang am 26.09.2018

Wer flotten Schrittes durch Zeitz läuft, hat kaum einen Blick für die Hindernisse, die sich dort auftun. Anders die Teilnehmer des inklusiven Stadtrundgangs. Sie achteten auf die Stellen, die manchen das Vorwärtskommen erschweren.

Im Rollstuhl, mit Rollator oder mit dem Langstock in Zeitz unterwegs – manchmal kann ein kurzer Weg für Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten eine große Zumutung sein.

Die Teilnehmer dieses Rundgangs waren Menschen mit und ohne Behinderung aus den vor Ort tätigen Selbsthilfegruppen. Diese wurden begleitet durch engagierte Projektteilnehmer (AGH Teilhabe am Arbeitsleben) der BBI - Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH.
Im Projekt „Barrierefreie Wege im Burgenlandkreis“ erheben sie die Barrierefreiheit von Wegen und Einrichtungen um damit einen vollständigen und einfachen Überblick der barrierefreien Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

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Menschen für das Thema zu sensibilisieren, den Blick dafür zu schärfen, wie es einer Person mit einer Geh-, Seh- oder Hörbehinderung geht, das war im Rahmen der Kampagne „MENSCH DU HAST RECHT“ vom PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Ziel dieser Aktion.

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Christian Thieme, Oberbürgermeister und Reglindis Prudlik, Sachgebietsleiterin Kultur und Tourismus der Stadt Zeitz sowie die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen bereicherten die Besichtigung mit ihrem umfangreichen Wissen.

Sie beantworteten die Fragen der Teilnehmer und nahmen Hinweise zur Barrierefreiheit dankbar entgegen. 

Diese Fragen standen beim inklusiven Stadtrundgang im Fokus, den Monika Küßner, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Zeitz und Leiterin der ansässigen PARITÄTISCHEN Selbsthilfekontaktstelle Burgenlandkreis organisierte.

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Bei der anschließenden Auswertung in der PARITÄTISCHEN Selbsthilfekontaktstelle Burgenlandkreis konnten sich die Teilnehmer stärken und die Erkenntnisse vom Rundgang zusammentragen.

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Den Höhepunkt fand der Rundgang in der Auszeichnung der PARITÄTISCHEN Selbsthilfekontaktstelle Burgenlandkreis zum Ort der Menschenrechte.
Mit der Verleihung dieses Siegels wurde bestätigt, dass die PARITÄTISCHE Selbsthilfekontaktstelle Burgenlandkreis sich mit voller Kraft und auf vielfältige Weise für die individuellen und sozialen Menschenrechte einsetzt.

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In einer kleinen Gruppe erkundeten alle gemeinsam verschiedene Einrichtungen der Stadt - das Rathaus, das Gewandhaus, das Capitol, das Franziskaner Kloster und die Alte Mälzerei. Selbst die öffentliche Toilette und die neu sanierte Fischstraße bekamen die volle Aufmerksamkeit der „Stadtrundgänger“.

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Die Ergebnisse wurden den teilnehmenden Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Neben der Wertschätzung bereits vorhandener Barrierefreiheit übermittelten wir Hinweise auf fehlende Abgrenzungen, kontrastarme Beschriftungen, schwer überbrückbare Schwellen sowie nicht markierte Stufen.
 

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Wohl wissend, dass hundertprozentige Barrierefreiheit eine Zukunftsvision ist, hatten wir mit unserem Rundgang einen kleinen Teil zur Erreichung dieser beigetragen.

Wir helfen Menschen sich selbst zu helfen

Parität Sachsen-Anhalt RGB400
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